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Es gibt diese Momente im Motorsport, die sich wie das Drehbuch eines Hollywood-Blockbusters lesen. Wer den Gran Turismo-Film gesehen hat, kennt die Geschichte von Jann Mardenborough, der den Sprung von der Konsole auf die Rennstrecke schaffte. Doch was lange Zeit wie ein einmaliges Phänomen wirkte, wiederholt sich nun vor unseren Augen – und diesmal ist es ein deutsches Talent aus der GT7-Szene, das kurz davor steht, Geschichte zu schreiben. Die Rede ist von Jason Käsmann, der Community besser bekannt unter seinen Pseudonymen ROADRUNNER08jr oder Scorpio_JKasmann. Der SimRacer ist ein aktives Mitglied des FeelGood Racing Team.
Der heute 17-Jährige steht an der Schwelle zu einer Karriere, von der Millionen Simracing-Fans weltweit träumen. Nach einer beeindruckenden Dominanz in den digitalen Ligen hat er nun die offizielle Einladung erhalten, einen GB4-Single-Seater – ein Fahrzeug, das technisch mit der Formel 4 vergleichbar ist – für das Team Scorpio Motorsport zu testen.
I Will Race for a Real Team! Support My Motorsport Dream
Vom Sim-Rig in den GB4-Boliden: Jason Käsmann hat die Chance auf einen echten Rennsitz bei Scorpio Motorsport. Während der Testtag finanziert ist, fehlen Helm, Race-Gear und Lizenz. Hilf dem GT7-Talent mit einer Spende bei GoFundMe, den Sprung in den realen Motorsport zu schaffen!
Link zur Spendenkampagne:
https://www.gofundme.com/f/the-call-finally-came-help-me-take-my-shot-at-real-racing
Ein Weg, der im Wohnzimmer begann
Jasons Reise startete nicht in einem teuren Kart, sondern auf dem Schoß seines Vaters vor einer PlayStation 2. Mit gerade einmal drei Jahren lenkte er seine ersten virtuellen Boliden durch Gran Turismo 4. Was als kindliche Faszination begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer disziplinierten sportlichen Laufbahn. Während andere in seinem Alter draußen spielten, feilte Jason an seiner Ideallinie. Da die Bildschirmzeit an der heimischen PS4 zunächst streng limitiert war, wich er oft auf die alte Konsole aus, um sein Handwerk zu perfektionieren.
Der Wendepunkt kam mit 11 Jahren und dem ersten eigenen Force-Feedback-Lenkrad von Logitech. Von da an gab es kein Halten mehr. Jason schloss sich internationalen Teams wie dem belgischen Rennstall R2R an, verbesserte dort nicht nur seine Rundenzeiten auf der Nordschleife, sondern ganz nebenbei auch sein Englisch. Mit dem Wechsel zu Gran Turismo 7 und dem Upgrade auf professionelles Fanatec-Equipment katapultierte er sich endgültig in die Weltspitze. In nur 50 Rennen raste er von der Fahrerwertung E direkt in die Elite-Kategorie A+S und setzte regelmäßig Ausrufezeichen mit Top-100-Platzierungen in den weltweiten Hotlap-Ranglisten.
Die entscheidende Wende ereignete sich in der Saison 2024. Bei der Scorpio Team Endurance Championship (STEC), ausgetragen von TDR, bewies Jason nicht nur Speed, sondern auch die für Langstreckenrennen nötige Nervenstärke. Er gewann die Meisterschaft und damit etwas viel Wertvolleres als einen virtuellen Pokal: Die Aufmerksamkeit von Scorpio Motorsport.
Das Team sah in dem jungen Simracer das Potenzial für den realen Motorsport. Das Ergebnis? Ein Vertragsangebot für die GB4-Saison 2027. Doch bevor Jason in der Startaufstellung steht, wartet die ultimative Reifeprüfung – der erste echte Testtag im Tatuus-Chassis.
„Lasst uns gemeinsam Geschichte schreiben. Vielen Dank für deine Unterstützung.“
Zitat: Jason Käsmann
Die letzte Hürde: Die Hardware abseits des Sim-Rigs
Obwohl das Rennteam und RaceGen die Kosten für den Testtag bereits vollständig übernommen haben, steht Jason vor einer logistischen und finanziellen Herausforderung, die im Simracing nicht existiert. In der virtuellen Welt reichen ein Headset und ein bequemer Stuhl; im realen Motorsport entscheidet zertifizierte Sicherheitsausrüstung über die Startberechtigung.
Für den Traum vom Cockpit fehlen derzeit noch die essenziellen Basics:
Ein FIA-homologierter Helm und ein feuerfester Rennanzug.
Die komplette Race-Gear (Handschuhe, Schuhe, HANS-System).
Die offizielle Rennlizenz sowie die Reisekosten zu den Teststrecken.
Ohne diese Grundausstattung bleibt der Sitz im GB4-Boliden leer. Die Simracing-Community ist nun aufgerufen, eines ihrer größten Talente über die Ziellinie zu tragen. Es geht nicht mehr um die Simulation, es geht um den Beweis, dass die im virtuellen Raum erlernten Fähigkeiten eins zu eins auf den Asphalt übertragbar sind.

Über das Team „FeelGood Racing“
FeelGood Racing (FGR) ist ein engagiertes SimRacing-Team, das sich durch seine
leidenschaftliche Teilnahme an nationalen und internationalen Rennveranstaltungen
auszeichnet. Mit einem starken Fokus auf Teamarbeit, Innovation und Unterstützung
wohltätiger Zwecke strebt FGR danach, sowohl auf als auch neben der Rennstrecke eine
führende Rolle in der SimRacing-Szene einzunehmen.
Jason Käsmann ist bereit, allen Zweiflern zu zeigen, dass Disziplin und ein eiserner Wille Türen öffnen können, die früher verschlossen blieben. Er ist der lebende Beweis dafür, dass der Weg vom Kinderzimmer in die Startaufstellung von Scorpio Motorsport kein Mythos ist, sondern harte Arbeit. Gemeinsam können wir Geschichte schreiben.

